»Farbwelten« – FDA/NRW Bilderausstellung vom 01.10.2012 bis 03.01.2013 in Mettmann

Veröffentlicht am 15. Oktober 2012
Farbwelten Flyer

Farbwelten: Flyer zur FDA/NRW Bilderausstellung 01.10.2012 bis 03.01.2013

Einführung zur Ausstellung »Farbwelten – Autoren malen«
FDA/NRW Bilderausstellung 01.10.2012 bis 03.01.2013
Best Western Grand City Hotel Düsseldorf Mettmann

Der Freie Deutsche Autorenverband – FDA – ist eine Berufsorganisation für deutschsprachige Autoren gleich welcher Staatsangehörigkeit. Gegründet wurde der FDA am 23. Februar 1973 in München, und er formiert sich heute in zehn Landesverbänden. Er setzt sich für literarische Werke ein, für Sprach- und Schriftkultur unterschiedlichster Art, besonders für Erzählung, Dichtung und Lyrik.

Erste Vorsitzende des Landesverbandes NRW ist seit 2009 Frau Marianne Kuhlmann. Da sie selber nicht nur schreibt, sondern auch malt und weil auch andere Verbandsmitglieder in beiden Künsten aktiv sind, hatte sie die Idee, eine Lesung von Gedichten mit einer Kunstausstellung zu verbinden. Frau Maria Stalder gelang es, einen Ausstellungstermin im Best Western Grand City Hotel zu bekommen. So ließ sich die ursprüngliche Idee in intensiver Zusammenarbeit realisieren.

Eine Ausstellung mit dem Thema: »Farbwelten – Autoren malen« ist in dieser Form etwas Besonderes. Elf Literaten sind beteiligt, die nicht nur schreiben, sondern auch malen und ihre Werke – literarischer und bildnerischer Art – im Einvernehmen mit Musik – vorstellen. Der Raum erlaubt eine Hängung in weiten Spannungsbögen: Von realistischer Darstellung zu abstrakter Komposition, von bildhafter Erzählung zum reduzierten Einzelornament, vom komplexen Naturerlebnis zu kristallenen Strukturen oder von Mythos und Traum zu religiös-weltanschaulichen Anklängen.

Ebenso weit gespannt ist die Abfolge der Gedichte – von epischer Breite über heitere Dramatik bis zu klangvoller Lyrik. Sie gewinnen an Leben in Verbindung mit der Musik von Sergei Rachmaninoff und Robert Schumann. Mit instrumentalen Klangfarben von Cello und Klavier verbinden sich Malerei und Dichtung zu harmonisch-dynamischer Einheit.

Autoren sind allein auf das Wort als Ausdrucksmittel angewiesen, das sie vielfarbig variieren. Der Künstler dagegen wählt Material und Technik frei und wird eigene Ausdrucksmöglichkeiten daraus entwickeln. Kunstwerke, Dichtung oder Malerei, leben aus dem Gespräch, aus Frage und Antwort – mit dem Künstler selber oder im Austausch mit anderen – als Anregung, um Gedanken zu reflektieren und über das gesprochene oder gemalte Werk hinaus – wie in einem Zwiegespräch – eigenen Überlegungen zu folgen. Oft gehen sie bis an die Grenze dessen, was man nicht mehr mit Worten sagen kann. Da beginnt die Kunst und für den Künstler das zwingende Bedürfnis, Bilder zu malen oder Lyrik zu schreiben. Wir lesen in einem Gedicht, einem Bild auch „zwischen den Zeilen,“ ahnen nur, was sich „hinter den Spiegeln verbirgt“ und erst im Gestaltungsprozess mit Worten oder Farben sichtbar wird.

Die Künstlerinnen und Künstler, die ihre Werke hier vorstellen, malen und schreiben aus Freude und Leidenschaft. Einige von ihnen haben eine qualifizierte künstlerische Ausbildung und entsprechend langjährige Berufserfahrung. Anderen gelang oder gelingt es, der eigenen Kunstausübung endlich den lange ersehnten Raum in ihrem Leben einzuräumen und Fähigkeiten wieder aufzugreifen, die lange ruhen mussten. Aber für alle hier Beteiligten gilt: Schreiben und Malen gehören zusammen, ergänzen sich auf eine geheime, kostbare und unerschöpfliche Art und Weise.

Seit langem ist bekannt, das es Mehrfachbegabungen gibt. Joseph Beuys hat sogar erklärt: »Jeder Mensch ist ein Künstler!« – ich ergänze – mit unterschiedlicher Begabung. Er hat diese Erkenntnis seiner kunstpädagogischen Methode zugrunde gelegt. Viele Beispiele bestätigen das: Herrmann Hesse war Dichter, Schriftsteller und Maler, Günther Grass war Bildhauer, Grafiker und Schriftsteller. Seine Illustrationen zu seinem Roman Die Rättin sind poetisch und dramatisch zugleich. Wassily Kandinsky war Maler, Schriftsteller und Pianist, Lyonel Feininger wollte eigentlich Geigenvirtuose werden. Abgrenzungen auf einzelne Begabungen entsprechen dem modernen Verständnis nicht mehr, wir sind bemüht sie alle möglichst frei zu entfalten – wann und wie auch immer!

Spiegelt sich die Doppelbegabung in den Werken der Künstler? Beeinflussen sich Künste gegenseitig, wirken sich ihre Anregungen hemmend oder belebend aus? Entsprechen sich Schreiben und Malen in einer Künstlerpersönlichkeit? Die Werke der Künstler dieser Ausstellung entsprechen sich in positiver Weise, in ihrer Sensibilität für Thema und Ausdrucksmittel. Aber auch im Gefühl für Rhythmus und Dynamik, im Empfinden für die pulsierende Kraft der Farben und im lebendigen Ausdruck in Wort und Bild. Ebenso in den vielen kreativen Variationen bis hin zur Komposition aus Fülle und Leere im Kontrast und letztlich in ihrer farbigen Poesie. Jedes Gedicht und jedes gemalte Bild ist ein Werk von besonderer Art, sei es episch, dramatisch oder lyrisch, Erinnerung oder Vorausschau, real oder surreal – es wird immer einmalig sein.

Die Ausstellung ist eröffnet!
Prof. Gepa Klingmüller

Presseartikel zur Ausstellung (zum Vergrößern klicken):

Photos von der Ausstellung (zum Vergrößern klicken):

Best Western Grand City Hotel
Düsseldorf Mettmann
Peckhauser Straße 5
40822 Mettmann

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