Lesung: Der Wald – Mythenhort und Sehnsuchtsort

Veröffentlicht am 17. Februar 2021

FDA NRW »digital in Wermelskirchen«

Das ist der Titel unserer literarischen Lesung am 25.4.2021, die in dem Tagungshotel Maria in der Aue, Wermelskirchen, stattfindet. Beginn: 11:57 Uhr.

Unsere Lesung gehört zu der Lesereihe »Tür an Tür-3 vor 12«, die vom Freien Deutschen Autorenverband, Bund veranstaltet wird. Alle Landesverbände des FDA, auch der aus Nordrhein-Westfalen, nehmen an dieser Lesereihe teil.

Die Solinger Autorenrunde ist daran indirekt beteiligt, weil nämlich Annette Oppenlander, Martina Hörle und Kay Ganahl auch zum FDA Nordrhein-Westfalen gehören. Annette und Martina lesen aus ihren Werken zum Thema vor. Dazu kommt als Gastautor Andreas Erdmann von der Solinger Autorenrunde. Es moderiert Kay Ganahl, der auch für die Vor-Ort-Organisation verantwortlich ist. Ein Videofilmer aus Köln unterstützt die Lesung mit seinen technischen Kompetenzen.

Das Besondere ist ja: Diese Lesung in Wermelskirchen ist eine rein digitale. Über YouTube und Facebook wird es ein LIVE EVENT STREAMING geben. Näheres dazu wird noch mitgeteilt.

Wir freuen uns über eine rege digitale Zuschauer- und Zuhörerschaft!

Wie es heißt, lieben die Deutschen den Wald. Wenn dem wirklich so sein sollte, dann liegt das auch an unserer Geschichte.

Denken wir an die Zeit des Armin, eines jungen Germanen-Fürsten als Offizier in Roms Legionen, der später Anführer der germanischen Aufständischen gegen den Römer-General Varus war.

Und schon sind wir bei der Mythenbildung.

Die angesprochene »Varus-Schlacht«, in welcher Armin den Römer-General Varus schlug, ist allerdings kein Mythos, sondern Geschichte. Dennoch ranken sich rund 2000 Jahre lang Mythen um diese Schlacht, quasi als Gründungsmythos des Deutschen Reiches. Der Wald ist ein »Mythenhort«. Diesem spüren wir literarisch nach. Denn zahlreiche Mythen ranken sich um den Wald – das betrifft natürlich jede Weltregion.

Jeder kreative Mitwirkende an dieser digitalen Veranstaltung weiß darüber einiges zu berichten und zu erzählen. Welche Texte und wie sie vorgelesen werden, steht jedem kreativen Mitwirkenden frei. Wir lassen uns überraschen – !

Warum, zum Zweiten, ist der Wald ein Ort der Sehnsucht?

Viele Bürger wollten und wollen in ihm leben, ist er doch mehr als nur die Ansammlung von Bäumen und vielen anderen Pflanzen. Die pure Natur. Immer wieder das Grün, so ist ein jedes Waldstück eine von vielen grünen Oasen in einem Industrieland! Bäume sind gewissermaßen Kunstwerke der Natur, die von Bürgern geschätzt, verehrt und geliebt werden.

Der Wald ist einer der Orte für Projektionen von Wünschen und Vorstellungen im positiven Sinne. Er ist Ort der heimlichen Begegnung von Menschen, von Geborgenheit inmitten eines Waldgebietes, von der Liebe zur Natur in ihrer Wildheit.

Es ist so der Wald auch eine Wildnis, die bleiben soll, wie und was sie ist. Er ist schützenswert!

Aber er gilt eben auch als Schlupfwinkel von Räubern und Geächteten, die für die Bevölkerung Helden waren; als Ort von Geheimnissen aller Art, so auch als Heimat von Hexen, von Feen, Kobolden, Gnomen und anderen Geschöpfen der Fantasie …

Oder gab/gibt es sie etwa wirklich …?!

—Kay Ganahl

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